EEG Gesetz

Das EEG 2017 - Klimaschutz per Gesetz

Mit dem Gesetz zum Ausbau erneuerbarer Energien hat Deutschland die Energiewende auf den Weg gebracht. Gegen verheerende Stürme und Jahrhundertfluten will das Land den Klimaschutz vorantreiben und die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen reduzieren. Genau hier setzt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an, das den Ausbau von klimafreundlich produziertem und gespeichertem Solarstrom fördert.

Was ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz?

Das EEG 2017, wie das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien in seiner neuesten Fassung kurz genannt wird, regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen in das Stromnetz. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz beinhaltet eine Anschluss- und Abnahmeverpflichtung der Netzbetreiber von Strom aus Wind-, Geothermie- und Photovoltaikanlagen.

Mit seinen Anreizen und Garantien hat das Gesetz aus dem Jahr 2000 den Anteil an umweltfreundlichem Strom bis Ende 2016 auf 32 Prozent steigern können. Bis 2025 soll dieser Anteil weiter auf 40 bis 45 Prozent gesteigert werden. Das Gesetz trägt erheblich zum Klimaschutz bei und ist so erfolgreich, dass mittlerweile mehr als 100 Ländern mit ähnlichen Fördergesetzen diesem Beispiel gefolgt sind.

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Wen betrifft das EEG?

Um mehr Menschen dazu zu gewinnen, Strom klimafreundlich herzustellen, hat das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien bei seiner Entstehung eine Mindestvergütung festgelegt. Für jede in das öffentliche Stromnetz eingeleitete Kilowattstunde Solarstrom erhält der Erzeuger eine Vergütung, die oft weit über dem üblichen Marktpreis liegt.

Damit diese Vergütung gewährleistet ist, wurden alle Netzbetreiber verpflichtet, jeden privaten Erzeuger von Solarstrom an das Netz anzuschließen und den erzeugten Strom abzunehmen. Damit der Netzbetreiber die garantierte Mindestvergütung bezahlen kann, hat die Bundesregierung die EEG-Umlage geschaffen. Diese Umlage zahlt jeder, der eine Kilowattstunde Strom aus dem deutschen Netz verbraucht. So sind vom Solarstrom-Erzeuger über den Netzbetreiber bis zum Stromverbraucher alle von dem Erneuerbare-Energien-Gesetz betroffen.


Änderungen im EEG 2017 - Erneuerbare Energien haben sich etabliert

Bei der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes waren Solarkollektoren, Windräder und Stromgewinnung aus Biomasse noch exotische Besonderheiten. Mittlerweile wird rund ein Drittel des in Deutschland hergestellten Stromes auf klimafreundliche Weise produziert. Erneuerbare Energien sind keine Nischentechnologie mehr, sie haben sich am Markt erfolgreich etabliert.
Umweltbewusstsein

Der Ausbau von Solarstrom wird mit dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien auch nach der Novellierung weiter vorangetrieben. Der Ausbau wird aber nicht mehr unbegrenzt gefördert, sondern mit dem generellen Netzausbau gekoppelt.


Seit 2017 entfallen staatliche Vorgaben zur Mindestvergütung, welche stattdessen über Ausschreibungen festgelegt werden. Damit müssen sich große Stromanbieter mit ihren Abnahmepreisen jetzt erstmals dem Wettbewerb stellen, wenn sie Solarstrom in das Stromnetz einspeisen.


Ausnahmen für den Eigenbedarf

Der private Hausbauer und kleine Unternehmer, der auf seinem Geschäftsdach einige Solarmodule für den Eigenbedarf installiert, darf beruhigt aufatmen. Sie erhalten weiterhin uneingeschränkt die im EEG 2017 festgelegte Mindestvergütung. Nur große Stromerzeuger, die Anlagen mit mehr als 750 Kilowatt Peakleistung aufbauen, müssen sich dem neuen Ausschreibungsverfahren stellen. So ist sichergestellt, dass der Ausbau von Solarstrom im gewünschten Rahmen vorangetrieben wird.


10 Kilowatt Peakleistung als Grenzwert

Eine weitere wichtige Leistungsgrenze für Photovoltaikanlagen ist die Peakleistung von 10 Kilowatt. Wer Anlagen mit einer höheren Peakleistung betreibt, ist schon seit 2014 verpflichtet, die EEG-Umlage auch auf den zur Eigenversorgung produzierten Strom zu zahlen. Alle Besitzer von Anlagen mit bis zu 10 Kilowatt Peakleistung sind davon befreit und nutzen den selbst produzierten Strom kostenfrei.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz fördert also weiterhin jeden, der eine kleine Solaranlage für den Eigenbedarf auf seinem Hausdach oder im eigenen Garten installieren möchte. Mit lokal produzierten Solarstrom, der nicht erst über weite Strecken transportiert werden muss, trägt jeder Anlagenbesitzer seinen Teil zum langfristigen Klimaschutz bei.

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