ERTRAGSRECHNER - PLANUNG FÜR DEN UMWELTSCHUTZ

Was nutzt dem Umweltschutz eine Photovoltaikanlage, deren Stromerzeugung weit unterhalb des Eigenverbrauchs liegt? Um bei der Anschaffung einer Solaranlage von Anfang an auf der sicheren Seite zu sein, helfen Ertragsrechner bei der Planung. Sie berechnen standortgenau, mit wie viel Ökostrom ein Anlagenbetreiber rechnen kann. So entfällt das böse Erwachen und die Notwendigkeit, umweltschädlichen Atomstrom später nachkaufen zu müssen.

Was berechnet ein Ertragsrechner

Der Ökostrom, den eine moderne Photovoltaikanlage im Laufe des Jahres produziert, schwankt mit den Jahreszeiten. Die Veränderungen im Ertrag hängen vor allem mit der Strahlungsintensität der Sonne zusammen. Daneben haben auch die Abdeckung durch eine vorhandene Wolkendecke und die Streustrahlung in der Atmosphäre einen Einfluss auf die Stromproduktion.

Der Ertragsrechner ermittelt anhand Ihrer Angaben den spezifischen Stromertrag, den Sie mit Ihrer Photovoltaikanlage erwarten dürfen. Er zeigt auf, in welchen Monaten Sie etwas vorsichtiger im Stromverbrauch sein sollten und wann Sie Überkapazitäten an die Netzbetreiber verkaufen können.

Ein Ertragsrechner gibt Ihnen Hinweise, wie groß und mit welcher Art von Solarpanels Sie Ihre Solaranlage planen müssen, damit Sie auch im Winter nicht im Dunkeln sitzen.

Welche Angaben fließen in die Berechnung ein?

Die Globalstrahlung ist das, was Solarpanels in nutzbaren Ökostrom verwandeln. Sie ist an jedem Ort unterschiedlich. Nördlich des Wendekreises, wo im Winter die Sonne nicht über den Horizont steigt, ist es lange zu dunkel, während am Äquator nahezu ideale Bedingungen herrschen.

Das Erste, was ein Ertragsrechner daher abfragt, sind die Koordinaten des Ortes, an dem eine Photovoltaikanlage steht oder in Zukunft stehen wird. Soll die Anlage auf einem Hausdach installiert werden, benötigt der Rechner zudem die Ausrichtung des Daches und eine eventuelle Dachneigung.

Der dritte Faktor, den ein Rechner für die Ertragsermittlung benötigt, ist die Leistungsfähigkeit der Solaranlage. Sie kann direkt als Nennleistung angegeben werden oder der Ertragsrechner berechnet sie anhand der verbauten Fläche, der Art der Solarzellen und des verwendeten Materials.

Genauigkeit und Planungssicherheit

Wer die Kraft der Sonne anzapft, sollte sich dabei stets bewusst sein, dass sich die Natur nicht vollständig vorhersagen lässt. Wie viel Ökostrom eine Solaranlage schlussendlich produziert, kann sich im zunehmenden Wandel des Klimas nur schwer vorhersagen.

 

Die zugrunde liegenden statistischen Modelle geben jedoch genügend Planungssicherheit für ein bis zwei Jahrzehnte. Diese Zeitspanne entspricht in etwa der Amortisationszeit heutiger Solaranlagen. Einige Ertragsrechner beziehen neben den oben genannten Daten auch Prognosen zu Systemverlusten und Degradation der Solarzellen mit ein. Diese Rechner werden mit ihren Ergebnissen auch nach der Amortisationszeit deutlich näher an den tatsächlichen Werten liegen, die Sie im Realbetrieb von Ihrer Photovoltaikanlage erwarten dürfen.

  • © FIRMEN.de
  • 2018