KINDER HAFTEN FÜR IHRE ELTERN

Auch wenn man nicht gerne über das Szenario nachdenkt: was passiert im Alter, wenn man finanziell nicht mehr über die Runden kommt? Gerade im Pflegefall reicht die eigene Rente oft nicht aus und spätestens, wenn ein Alten- oder Pflegeheim bezahlt werden muss, kommt man nicht mehr alleine über die Runden. Was, wenn man dann nicht vorgesorgt hat?

 

Elternunterhalt – eine zusätzliche Belastung für Ihre Lieben

Auch wenn man nicht gerne über das Szenario nachdenkt: was passiert im Alter, wenn man finanziell nicht mehr über die Runden kommt? Gerade im Pflegefall reicht die eigene Rente oft nicht aus und spätestens, wenn ein Alten- oder Pflegeheim bezahlt werden muss, kommt man nicht mehr alleine über die Runden. Was, wenn man dann nicht vorgesorgt hat?

Wenn die Eltern bedürftig werden und die Kinder finanziell in der Lage sind, die Kosten zu tragen, müssen sie einspringen. Sind Eltern nicht mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt aus den laufenden Einnahmen und dem Vermögen zu bestreiten, gelten sie als bedürftig. Die Kinder werden dann hinzugezogen und gelten als leistungsfähig, wenn sie die ungedeckten Kosten abfedern können. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass durch diese Unterstützung keine spürbare und andauernde Senkung der Lebensverhältnisse hingenommen werden müssen, es sei denn man lebt deutlich über seinen Verhältnissen.

 

Wie wird die Unterhaltshöhe berechnet?

Zunächst dürfen unterhaltspflichtige Kinder auch einen Teil für die eigene Altersvorsorge sparen. Bei Einkommen, die der Rentenversicherungspflicht unterliegen, sind das 5 % des Bruttoeinkommens. Liegt das Einkommen teilweise über der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung, können zusätzlich 20 % dieses Einkommens für die eigene Altersabsicherung gespart werden. Selbstständige dürfen immer 25 % ihres Bruttoeinkommens ansparen. 

Wichtig ist, dass die Beträge für die Altersvorsorge tatsächlich gezahlt werden. Die Art und Weise der Altersvorsorge steht den unterhaltspflichtigen Kindern frei. Vom verbleibenden Betrag wird der für Unverheiratete geltende Freibetrag von 1800 Euro abgezogen. Kinder dürfen zusätzlich 50 % des Geldes behalten, das über dem Freibetrag liegt. Der verbleibende Betrag ist für den Elternunterhalt einzusetzen und zwar bis zur Höhe der ungedeckten Kosten. Damit ist die Höhe des zu zahlenden Unterhalts immer individuell, hier ein Beispiel für einen alleinstehenden Mann.

Ist das unterhaltspflichtige Kind aber verheiratet, werden die Einkommen der Ehegatten zusammengerechnet und stellen das Familieneinkommen dar. Dadurch wird die Berechnung bei Familien deutlich komplexer. Unsere Experten unterstützen Sie gerne.

 

Private Pflegeversicherung: Je jünger, desto günstiger

Auch wenn es schwerfällt: Eltern und Kinder sollten sich rechtzeitig über die Zukunft unterhalten. Seien Sie in der Familie offen bei Ihrer finanziellen Situation und sorgen Sie so früh wie möglich vor. Je früher Sie eine private Pflegezusatzversicherung abschließen, desto günstiger werden die Beiträge für Sie. Dadurch können Sie die gemeinsame Zeit mit Ihren Kindern wieder mit schöneren Dingen verbringen als mit Finanzplanung.

 

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  • 2018