PFLEGEZUSATZ-
VERSICHERUNG: DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK

Sie haben sich ausführlich informiert und möchten eine Pflegezusatzversicherung abschließen? Aber nun gilt es in dem Gewirr von Anbietern und Angeboten zu sondieren? Wir haben Ihnen hier einen kompakten Überblick erstellt, damit Sie wissen, woraus Sie achten müssen und welche wichtigen Fragen Sie stellen sollten.


Darauf müssen Sie achten

 

  • Schließen Sie die Zusatzversicherung möglichst jung ab. Dann sind die Beiträge noch niedrig und das Risiko wegen Vorerkrankungen aus attraktiven Tarifen ausgeschlossen zu werden, ist deutlich geringer.
  • Achten Sie auf einen ausreichenden Versicherungsumfang. Überlegen Sie bei der Auswahl Ihrer Versicherung genau, welche Leistungen Sie benötigen und wie hoch Ihr Pflegegeld sein soll. Benötigen Sie eventuell zusätzliche Optionen, wie eine Einmalzahlung oder die Freistellung vom Beitrag im Leistungsfall?
  • Einige Versicherungen sehen eine Wartezeit vor. Tritt dann ein Versicherungsfall während dieser Zeit ein, leistet die Versicherung erstmal nicht. Davon ausgenommen sind oft nur Leistungen für Pflegefälle, die nach einem Unfall eintreten. Achten Sie deshalb auf kurze oder keine Wartezeiten.
  • Seien Sie überaus sorgfältig bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen. Sollte sich im Versicherungsfall herausstellen, dass Sie eine Krankheitsfrage nicht wahrheitsgemäß beantwortet haben, kann das dazu führen, dass die Versicherung nicht zahlt. Von der Allergie bis zur Herzkrankheit: seien Sie ehrlich.
  • Leistungen sollten auch bei Demenz und ähnlichen Vorerkrankungen vorgesehen sein. Hier sollte bereits ab der Pflegestufe 0–1 die Versicherung in ausreichender Höhe greifen, da Betroffene statisch gesehen lange in diesen unteren Pflegestufen bleiben. Wie Demenz können auch andere Vorerkrankungen eine Ablehnung des Versicherungsanbieters zur Folge haben, zu diesen Krankheiten zählen: Demenz, Hirntumor, Parkinson-Krankheit, Krebs, Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose, Schlaganfall, Kreutzfeld-Jacob, HIV-Infektion, Chorea Huntington, Niereninsuffizienz, insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ I, Leberzirrhose, Osteoporose.

 

Die wichtigsten Fragen bei Versicherungsabschluss

Ist die Versicherungsleistung an die Pflegegrade angepasst?

Ihre private Pflegeversicherung sollte unbedingt auf die staatlichen Pflegegrade abgestimmt sein, damit sie bei Übergang in einen höheren Pflegegrad auch automatisch eine höhere Leistung von der Versicherung bekommen und keine Versorgungslücken entstehen können.

Gibt es eine Karenzzeit?

Zwischen der Attestierung der Pflegebedürftigkeit und der ersten Auszahlung der Leistung liegt bei manchen Versicherungs-Policen eine Karenzzeit. Achten Sie auf eine Versicherung ohne oder mit einer sehr kurzen Karenzzeit, sonst bleiben Sie trotz Versicherung erstmal auf den Kosten sitzen.

Wie wird die Pflegebedürftigkeit festgestellt?

Die gesetzliche Pflegeversicherung stellt die Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder einen unabhängigen Gutachter fest. Danach wird auch der Pflegegrad bestimmt. Überprüfen Sie, ob die Versicherung diese Feststellung anerkennt oder auf zusätzliche Untersuchungen besteht.

 


Unsere Checkliste zur Pflegezusatzversicherung

  • Einfacher Nachweis der Pflegebedürftigkeit: Anerkennung durch den Einstufungsbescheid der gesetzlichen Pflegeversicherung
  • Die Leistungen sollten an die Pflegegrade angepasst und ausreichend sein
  • Leistung bei häuslicher, sowie stationärer Pflege
  • Aussetzung der Beitragszahlungen im Leistungsfall
  • Keine oder kurze Warte- und Karenzzeiten
  • Bei Demenz sollte schon ab Pflegegrad 0 Leistung erbracht werden
  • Dynamik ohne Nachfragen: Möglichkeit der Erhöhung bei steigenden Pflegekosten, ohne die Beantwortung von Gesundheitsfragen
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  • 2018