SO FINDEN SIE DIE OPTIMALE PFLEGEZUSATZ-
VERSICHERUNG

Ist eine Pflegeversicherung sinnvoll? Welcher Tarif sichert mich am besten ab? Was muss ich alles bedenken? Wer eine Pflegezusatzversicherung abschließen will, sieht sich mit vielen Fragen konfrontiert. Besonders beängstigend ist dabei der Gedanke pflegebedürftig zu werden und dann nicht ausreichend abgesichert zu sein. Wer zahlt dann die übrigen Kosten? Die Antwort auf diese Fragen liefert eine gut geplante, private Pflegezusatzversicherung.

Keine Angst vorm Pflegefall

Mit der wachsenden Lebenserwartung wird auch die Anzahl der Pflegebedürftigen in Zukunft weiter steigen. Die letzte Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2015 bildet die aktuelle Situation ab: Insgesamt 3,5 % der Bevölkerung ist pflegebedürftig, mit zunehmenden Alter steigt dieser Wert rasant: bei den 75- bis 84-Jährigen auf 14,1 % und bei den über 89-Jährigen sogar ganze 66,1 %. Für das Jahr 2030 rechnet man mit über 3 Mio. Pflegefällen in Deutschland. Leider kann man nicht davon ausgehen, dass die gesetzliche Pflegeversicherung die Kosten für häusliche oder stationäre Pflege vollständig trägt. Daher ist es sinnvoll beizeiten das unangenehme Thema anzugehen und für den Fall, dass man pflegebedürftig wird, die richtigen Vorkehrungen zu treffen. Kümmern Sie sich also so früh wie möglich um Ihre Pflegevorsorge. Auch wenn in jungen Jahren, die Prioritäten noch anders liegen: Wer sich zeitig mit dem Thema Pflege auseinandersetzt, kann bei Vertragsabschluss viel Geld sparen und von günstigen Konditionen profitieren. Aber wann genau ist eine Pflegeversicherung sinnvoll? Wir haben einen Blick auf die Kostenverteilung geworfen.

Nachgerechnet: Wann ist eine Zusatzversicherung sinnvoll?

Beim Durchrechnen zeigt sich schnell, dass die Leistungen der staatlichen Pflegeversicherung nur einen Teil der benötigten Finanzmittel abdecken. Den Differenzbetrag übernimmt im Notfall zunächst das Sozialamt, dass später versucht von Verwandten die Kosten zurückzuholen. Je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit kann das zu einem großen und ungewollten finanziellen Mehraufwand für Angehörige führen. Auch diese kann man mit einer Pflegeversicherung vor überraschenden Kosten schützen.

Schauen wir uns ein Beispiel im Pflegegrad 5, dem höchsten Pflegegrad, an. Hier zahlt die Kasse 2.005 Euro pro Monat. Das ist deutlich mehr als der ehemalige Höchstsatz von 1.612 Euro bei Pflegestufe III. Dennoch deckt der Betrag nicht die vollständigen Kosten eines Platzes im Pflegeheim, das leicht 3.500 Euro im Monat kosten kann. Es entsteht eine finanzielle Lücke von 1.505 Euro, die im Normalfall monatlich aus der eigenen Tasche gezahlt werden müssen. Zu viel, für die meisten Rentner und ihre Partner. Auch die Pflege zu Hause bietet keine wirkliche Alternative, denn spätestens, wenn hier ein ambulanter Pflegedienst zur Unterstützung nötig wird, wird die Pflege teuer.

 

Drei Varianten der privaten Pflegeversicherung

Eine zusätzliche Absicherung zur staatlichen Pflegeversicherung muss her. Dabei können Sie grundsätzlich erstmal aus drei Varianten wählen:

  • Pflegetagegeld: zahlt im Pflegefall ein vorab vereinbartes Tagegeld aus
  • Pflegekostenversicherung: trägt nach Vorleistung der Pflegekasse den verbleibenden Differenzbetrag der Pflegekosten
  • Pflegerentenversicherung: zahlt einen monatlichen Betrag bei Pflegebedürftigkeit
 

 

Darüber hinaus gibt es die staatliche Förderung beim Pflege-Bahr. Dabei handelt es sich um eine Unterstützung, die bei der privaten Vorsorge gezahlt wird. Jeder, der eine private Pflegezusatzversicherung abschließt, erhält eine Förderung in Höhe von fünf Euro pro Monat, wenn er selbst mindestens zehn Euro pro Monat einzahlt. Allerdings ist diese Förderung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Anbieter des Pflege-Bahrs dürfen beispielsweise niemanden aufgrund von Vorerkrankungen ablehnen. Daher sind Pflege-Bahr-Tarife im Vergleich zu nicht geförderten Angeboten oft sehr teuer. Menschen mit Vorerkrankungen, die sonst keine private Pflegeversicherung abschließen könnten, finden hier aber eine gute Möglichkeit zur Vorsorge. Wie immer lohnt sich auch hier der individuelle Vergleich mit einem Experten.

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  • 2018