STAATLICHE ZUSCHÜSSE FÜR SOLARENERGIE

Bis 2025 möchte die Bundesregierung den Anteil an erneuerbaren Energien in der Stromwirtschaft auf 40 bis 45 % anheben. Daher vergibt sie Anreize und Zuschüsse für alle, die mit dem Bau von Photovoltaikanlagen, Solarstrombatterien und anderen Methoden zu diesem Ziel beitragen. Eine günstige Gelegenheit für künftige Besitzer einer Solaranlage, sich diese Zuschüsse zu sichern.

Welche Zuschüsse bietet der Staat an?

Staatliche Zuschüsse vergibt die Regierung hauptsächlich über Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Diese fördert die Verbreitung umweltfreundlicher Solaranlagen durch zinsgünstige Darlehen mit langen Laufzeiten und Tilgungszuschüssen. Im Bereich Solarstrom sind derzeit zwei Programme aktiv, das Förderprogramm 270 für Photovoltaikanlagen und das Förderprogramm 275 für Solarstrombatterien.

Daneben hat die Regierung ein Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien erlassen, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017. Es regelt die bevorzugte Einspeisung von Stromaus erneuerbaren Quellen. Das EEG 2017 legt eine Mindestvergütung für Betreiber von Photovoltaikanlagen fest, die ihren ökofreundlichen Solarstrom in das gemeinsame Stromnetz einspeisen.

 

Die KfW-Förderungen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt keine direkten Kredite, sondern arbeitet mit Hausbanken vor Ort zusammen, welche die Kreditvergaben übernehmen. Die zinsgünstigen Darlehen liegen oft weit unter den marktüblichen Zinsen, wodurch der Bedarf an Eigenkapital für Privatpersonen stark reduziert ist.

Plant ein Hausbesitzer die Errichtung, Erweiterung oder den Erwerb einer Photovoltaikanlage, muss er zunächst ein entsprechendes Angebot einholen. Dieses Angebot ist die Grundlage für die staatlichen Zuschüsse und mit diesem Angebot geht er zu seiner Hausbank. Bei ihr stellt er den Antrag auf einen Förderkredit, die den Antrag zur Bearbeitung an die KfW weiterleitet.

Die KfW entscheidet dann über die Förderfähigkeit und erteilt eine Förder-Bewilligung, die den Kredit für die Solaranlage freigibt. Für Solarbatterien wird darüber hinaus ein Tilgungszuschuss gewährt.

 

Die Einspeisevergütung

Ist die Finanzierung einmal gesichert und hat die Photovoltaikanlage ihren Betrieb aufgenommen, kann sich ein Betreiber weiter über staatliche Zuschüsse freuen. Diesmal in Form der Einspeisevergütung, einer garantierten Mindestvergütung pro eingespeister Kilowattstunde (kWh) in das Stromnetz.

Die Mindestvergütung ist im EEG 2017 festgelegt und stand bis 2016 jedem zu, der eine Solaranlage betrieb. Seit Anfang 2017 erfolgt diese Förderung je nach produktiver Leistung einer Anlage. Große Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von mehr als 750 kWp müssen sich seitdem an einem Ausschreibungsverfahren beteiligen, welches die Mindestvergütung festlegt.

Produziert die Solaranlage weniger als 750 kWp, darf sich der Betreiber freuen. Für ihn gilt weiterhin die staatlich garantierte Mindestvergütung. Zur zukunftssicheren Planung garantiert der Staat die Mindestvergütung über 20 Jahre ab der Inbetriebnahme. Für Betreiber von Kleinstanlagen unter 10 kWp entfällt sogar die EEG-Umlage, eine Rückfinanzierung der Mindestvergütung durch Umlage der Mehrkosten auf alle Verbraucher.

 

Staatliche Zuschüsse zum Kredit müssen vor dem Kauf der Anlage genehmigt sein. Die Einspeisevergütung ist abhängig vom Tag der Inbetriebnahme. Unterlagen und Dokumente sind daher unbedingt sicher aufzubewahren. Neben der staatlichen Förderung existieren vielerorts noch weitere Programme auf Landesebene. Es kann sich bezahlt machen, die Augen danach offen zu halten.

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  • 2018